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Agentenprotokolle, Skills und Kontextinfrastruktur

Agent Card

Beschreibung von Fähigkeiten und Verbindungseigenschaften eines Agenten.

Eine Agent Card ist ein maschinenlesbares Dokument, mit dem ein Agent sich beschreibt: Identität, Fähigkeiten, angebotene Leistungen, die Adresse seiner Schnittstelle und die verlangte Anmeldung. Veröffentlicht wird sie von dem System, das die Leistungen anbietet. A2A Protocol

Ein Steckbrief für die Zusammenarbeit

Der Zweck ist die Anbahnung. Bevor ein System ein anderes beauftragt, muss es wissen, ob dieses die gesuchte Aufgabe überhaupt übernimmt, wie es erreichbar ist und welche Anmeldung nötig ist. Genau diese Angaben stehen in der Karte.

Damit erfüllt sie eine ähnliche Rolle wie die Auflistung der Fähigkeiten eines Servers im Kontextprotokoll, nur eben für ganze Agenten statt für einzelne Werkzeuge. Model Context Protocol: Architecture

So kannst du dir das vorstellen

Eine Visitenkarte mit Leistungsverzeichnis: Name, Fachgebiet, Erreichbarkeit, Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit. Wer sie liest, weiß, ob eine Anfrage Sinn hat. Das Bild erklärt den Zweck, nicht die Verlässlichkeit der Angaben.

Was es in der Praxis bedeutet

Angaben in einer solchen Karte sind Selbstauskunft. Sie sagen, was ein Anbieter behauptet, nicht, was er leistet, und sie können ebenso wie Werkzeugbeschreibungen Text enthalten, der auf das anfragende Modell einwirken soll.

Für den Betrieb heißt das: Karten fremder Agenten wie Daten behandeln, die Angaben gegen eigene Anforderungen prüfen und Aufträge nur an Gegenstellen geben, deren Betreiber bekannt ist.

Wo es verwechselt wird

Die Karte ist keine Prüfung und kein Zertifikat, sondern eine Beschreibung. Und sie gehört zum Protokoll für die Zusammenarbeit zwischen Agenten, nicht zum Kontextprotokoll für Werkzeuge.

Verwandte Begriffe

Agent2Agent, Multi-Agent System, Delegation, MCP Server, Tool Catalog.

Quellen