---
term: "BM25"
slug: "bm25"
glossar_id: "G290"
variants: []
category: "embeddings-suche-und-retrieval-augmented-generation"
marker: "Technik"
short: "Klassisches Rankingverfahren für lexikalische Dokumentensuche."
sources:
  - label: "Manning, Raghavan, Schütze: Introduction to Information Retrieval"
    url: "https://nlp.stanford.edu/IR-book/html/htmledition/okapi-bm25-a-non-binary-model-1.html"
  - label: "Karpukhin et al.: Dense Passage Retrieval"
    url: "https://arxiv.org/abs/2004.04906"
status: "entwurf"
updated: "2026-09-21"
---

BM25 ist das verbreitetste Rankingverfahren der wortbasierten Suche. Es bewertet ein Dokument für eine Anfrage danach, wie häufig die Suchwörter darin vorkommen, wie selten diese Wörter im gesamten Bestand sind und wie lang das Dokument ist. [Manning, Raghavan, Schütze](https://nlp.stanford.edu/IR-book/html/htmledition/okapi-bm25-a-non-binary-model-1.html)

## Zwei Regler bestimmen das Verhalten

Der erste Regler steuert, wie stark häufiges Vorkommen noch zählt. Steht ein Wort zwanzigmal statt zehnmal im Text, ist das Dokument nicht doppelt so passend, deshalb flacht die Bewertung ab. Der zweite Regler bestimmt, wie stark die Dokumentlänge ausgeglichen wird, damit lange Texte nicht allein durch ihren Umfang gewinnen. Als übliche Ausgangswerte nennt die Literatur für den ersten Regler einen Wert zwischen 1,2 und 2 und für den zweiten 0,75.

Das Verfahren braucht kein Training und keine Grafikkarte. Es läuft in jeder gängigen Suchmaschine und liefert Ergebnisse in Millisekunden.

## So kannst du dir das vorstellen

BM25 arbeitet wie eine erfahrene Archivarin, die nach Stichwörtern sortiert. Sie merkt, dass ein seltenes Wort mehr über den Inhalt sagt als ein häufiges, und sie lässt sich von einem dicken Ordner nicht beeindrucken, nur weil darin mehr Seiten stehen. Das Bild erklärt die Gewichtung, es unterstellt kein Verständnis des Inhalts.

## Was es in der Praxis bedeutet

BM25 ist die Messlatte, an der sich neuere Verfahren beweisen müssen. In der Arbeit, die dichte Repräsentationen für die Passagensuche bekannt gemacht hat, war die Verbesserung gegenüber einem starken BM25-System messbar, aber kein Erdrutsch. [Karpukhin et al.](https://arxiv.org/abs/2004.04906)

Für eigene Projekte heißt das: Erst BM25 aufsetzen, messen, und dann prüfen, ob eine zusätzliche semantische Suche wirklich mehr bringt. Wer mit dem aufwendigen Verfahren anfängt, kennt seine Ausgangslage nicht.

## Wo es verwechselt wird

BM25 ist ein Rankingverfahren, keine Suchmaschine und kein Index. Und es ist nicht dasselbe wie TF-IDF, sondern dessen bekanntester Nachfolger mit Sättigung und Längenausgleich.

## Verwandte Begriffe

**Lexical Search**, **Sparse Retrieval**, **Hybrid Search**, **Dense Retrieval**, **Reciprocal Rank Fusion**.
