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term: "Citation Precision"
slug: "citation-precision"
glossar_id: "G338"
variants: ["Citation Recall"]
category: "evaluation-messgroessen-und-benchmark-fallen"
marker: "Technik"
short: "Maße für korrekte Quellenverweise beziehungsweise Quellenabdeckung."
sources:
  - label: "Gao et al.: Enabling Large Language Models to Generate Text with Citations"
    url: "https://arxiv.org/abs/2305.14627"
  - label: "Es et al.: Ragas, Automated Evaluation of Retrieval Augmented Generation"
    url: "https://arxiv.org/abs/2309.15217"
status: "entwurf"
updated: "2026-09-21"
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Citation Precision und Citation Recall messen die Qualität von Quellenangaben in erzeugten Texten. Die Genauigkeit fragt, ob die angegebene Quelle die Aussage tatsächlich stützt. Die Abdeckung fragt, ob jede Aussage, die einen Beleg braucht, auch einen bekommen hat. Für diese Prüfung wurde ein eigener Bewertungsrahmen vorgeschlagen, der Antworten mit Belegen automatisch beurteilt. [Gao et al.](https://arxiv.org/abs/2305.14627)

## Zwei Fehlerarten, zwei Maße

Ein Text kann jede Behauptung mit einer Fußnote versehen, bei der die genannte Stelle etwas anderes sagt; dann ist die Genauigkeit niedrig. Er kann auch nur die halben Aussagen belegen und den Rest ohne Nachweis lassen; dann ist die Abdeckung niedrig.

Beides zusammen ergibt erst ein brauchbares Bild, und beides lässt sich automatisch prüfen, indem für jedes Paar aus Aussage und zitierter Stelle geprüft wird, ob die Stelle die Aussage trägt. Dieselbe Prüflogik steckt hinter der Messung, ob eine Antwort vom Kontext gedeckt ist. [Es et al.: Ragas](https://arxiv.org/abs/2309.15217)

## So kannst du dir das vorstellen

In einer Hausarbeit stehen Fußnoten. Die eine Prüfung schlägt jede Fußnote nach und sieht, ob dort steht, was behauptet wird. Die andere geht die Behauptungen durch und sucht die fehlenden Fußnoten. Das Bild erklärt die beiden Blickrichtungen, nicht die Bewertungstechnik.

## Was es in der Praxis bedeutet

Wenn dein System Quellen ausweist, sollten diese beiden Maße Teil der regelmäßigen Prüfung sein. Falsche Belege sind gefährlicher als fehlende: Sie erzeugen Vertrauen, das die Antwort nicht verdient, und Leser prüfen selten nach.

Praktisch hilft, Belege auf Abschnittsebene zu verlangen statt auf Dokumentebene. Ein Verweis auf ein vierzigseitiges Handbuch ist formal ein Beleg und praktisch keiner.

## Wo es verwechselt wird

Diese Maße bewerten die Belege, nicht die Antwort: Ein Text kann sauber belegt und trotzdem unbrauchbar sein. Und sie prüfen nicht, ob die zitierte Quelle selbst richtig liegt.

## Verwandte Begriffe

**Grounding**, **Groundedness**, **Unsupported-Claim Rate**, **Factuality**, **Retrieval-Augmented Generation**.
