Agentenprotokolle, Skills und Kontextinfrastruktur
CLAUDE.md
Von Claude Code verwendete Datei für vorab bereitgestellten Projektkontext.
CLAUDE.md ist die Projektdatei, mit der Claude Code dauerhafte Anweisungen mitbekommt. Sie wird zu Beginn jeder Sitzung geladen, weil jede Sitzung mit leerem Kontextfenster startet. Claude Docs: Memory
Kontext, keine Sperre
Die Dokumentation ist an einem Punkt deutlich: Der Inhalt wird als Kontext behandelt, nicht als erzwungene Konfiguration. Wer eine Handlung zuverlässig verhindern will, braucht eine technische Kontrolle, etwa einen Haken, der Werkzeugaufrufe abfängt.
Daneben gibt es das offene Format für Agentenanweisungen, das dieselbe Aufgabe werkzeugübergreifend erfüllt und ebenfalls gelesen wird. AGENTS.md Wer mehrere Werkzeuge im Team einsetzt, kann damit doppelte Pflege vermeiden.
So kannst du dir das vorstellen
Die Einarbeitungsmappe, die jeder neue Kollege am ersten Tag liest. Sie ist wirksam, solange sie kurz und konkret ist. Wird sie zum Ordner, liest sie niemand mehr genau. Das Bild erklärt die Wirkung der Länge, nicht die Verlässlichkeit.
Was es in der Praxis bedeutet
Kurz und konkret schlägt lang und vollständig. Je genauer und knapper die Anweisungen, desto zuverlässiger werden sie befolgt, sagt die Dokumentation ausdrücklich.
Bewährt hat sich, Regeln aufzuschreiben, die sich aus wiederholten Korrekturen ergeben, und veraltete Regeln zu löschen statt zu ergänzen. Außerdem: Wo Regeln für einzelne Dateitypen oder Bereiche gelten, gehören sie dorthin und nicht in die Hauptdatei.
Wo es verwechselt wird
Die Datei ist kein Gedächtnis im Sinne gelernter Erfahrung, sondern ein Text, der jedes Mal mitgegeben wird. Und sie ist nicht dasselbe wie automatisch geschriebene Notizen, die manche Werkzeuge zusätzlich führen.
Verwandte Begriffe
AGENTS.md, Agent Skills, System Prompt, Context Engineering, Memory.