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term: "Min-p Sampling"
slug: "min-p-sampling"
glossar_id: "G401"
variants: []
category: "generierung-sampling-und-ausgabeformate"
marker: "Technik"
short: "Wahrscheinlichkeitsschwelle relativ zum wahrscheinlichsten Token."
sources:
  - label: "Nguyen et al.: Turning Up the Heat, Min-p Sampling"
    url: "https://arxiv.org/abs/2407.01082"
  - label: "Holtzman et al.: The Curious Case of Neural Text Degeneration"
    url: "https://arxiv.org/abs/1904.09751"
status: "entwurf"
updated: "2026-09-21"
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Min-p Sampling setzt eine Schwelle, die sich am wahrscheinlichsten Token orientiert: Zugelassen sind nur Tokens, deren Wahrscheinlichkeit mindestens einen bestimmten Bruchteil davon erreicht. Ist das beste Token sehr dominant, bleibt die Auswahl eng; ist die Verteilung flach, wird sie breiter. [Nguyen et al.](https://arxiv.org/abs/2407.01082)

## Gedacht für hohe Temperaturen

Der Anlass war eine Schwäche der anteilsbasierten Abschneidung: Bei höheren Temperaturen wird die Verteilung flach, und in die Auswahlmenge rutschen viele schwache Kandidaten, was zu unzusammenhängendem Text führt. Eine Schwelle relativ zum Spitzenwert bleibt in dieser Lage strenger.

Damit reiht sich das Verfahren in die Familie der Abschneideregeln ein, die aus derselben Grundfrage entstanden sind: Wie viel vom unwahrscheinlichen Rand darf mitspielen? [Holtzman et al.](https://arxiv.org/abs/1904.09751)

## So kannst du dir das vorstellen

Zugelassen wird, wer mindestens ein Zehntel der Punktzahl des Ersten erreicht. Bei einem überragenden Ersten bleiben wenige übrig, bei einem knappen Feld viele. Das Bild erklärt die relative Schwelle, nicht die Wirkung auf den Text.

## Was es in der Praxis bedeutet

Interessant ist die Einstellung vor allem dort, wo man Abwechslung will, ohne die Verlässlichkeit zu verlieren, also bei Formulierungsvarianten und kreativen Aufgaben mit höherer Temperatur.

Verfügbar ist sie nicht überall: Viele Anbieterschnittstellen bieten nur Temperatur und anteilsbasierte Abschneidung, während lokal betriebene Modelle diese Einstellung meist mitbringen. Wer sie nutzt, sollte die anteilsbasierte Regel neutral stellen.

## Wo es verwechselt wird

Die Schwelle ist relativ und keine feste Mindestwahrscheinlichkeit. Und ein kleinerer Wert bedeutet eine größere Auswahl, was leicht in die falsche Richtung gelesen wird.

## Verwandte Begriffe

**Top-p**, **Top-k Sampling**, **Temperature**, **Sampling**, **Typical Sampling**.
