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term: "Progressive Disclosure"
slug: "progressive-disclosure"
glossar_id: "G226"
variants: []
category: "kontextfenster-kontextmanagement-und-kontextprobleme"
marker: ""
short: "Informationen schrittweise statt vollständig im Voraus offenlegen."
sources:
  - label: "Anthropic: Context Engineering"
    url: "https://www.anthropic.com/engineering/effective-context-engineering-for-ai-agents"
status: "entwurf"
updated: "2026-09-21"
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Progressive Disclosure bezeichnet im Context Engineering die schrittweise Offenlegung von Informationen, statt sämtliche Details sofort bereitzustellen. [Anthropic: Context Engineering](https://www.anthropic.com/engineering/effective-context-engineering-for-ai-agents) Ein Agent kann zunächst eine Übersicht erhalten und anschließend gezielt tiefer in relevante Inhalte einsteigen. [Anthropic: Context Engineering](https://www.anthropic.com/engineering/effective-context-engineering-for-ai-agents)

## Vom Überblick zum benötigten Detail

Verweise und Metadaten liefern dabei zunächst Hinweise auf mögliche Relevanz. [Anthropic: Context Engineering](https://www.anthropic.com/engineering/effective-context-engineering-for-ai-agents) Dateinamen, Größen oder Zeitangaben helfen dabei, mögliche nächste Leseschritte auszuwählen, ersetzen aber nicht den eigentlichen Inhalt. [Anthropic: Context Engineering](https://www.anthropic.com/engineering/effective-context-engineering-for-ai-agents)

Der Agent kann danach einzelne Dateien, Abschnitte oder weitere Verweise erkunden. [Anthropic: Context Engineering](https://www.anthropic.com/engineering/effective-context-engineering-for-ai-agents) Die Anwendung gestaltet somit mehrere Informationsebenen statt nur die Entscheidung „alles laden oder nichts laden“.

In diesem Glossar wird der Begriff auf die Bereitstellung von Modellkontext bezogen. Für die konkrete Umsetzung müsste festgelegt werden, welche Übersicht verfügbar ist und wie der Zugriff auf die nächsten Ebenen erfolgt.

## So kannst du dir das vorstellen

Für eine hypothetische technische Wissenssammlung beginnt der Assistent mit einer Liste von Anlagen und Dokumenttypen. Nach Auswahl einer Anlage liest er das Inhaltsverzeichnis des passenden Handbuchs.

Erst danach öffnet er den Abschnitt zur betreffenden Störung und bei Bedarf einen zugehörigen Anhang. Jede Stufe liefert genug Orientierung für den nächsten Schritt, ohne bereits alle Dokumente vollständig einzublenden.

Eine passende Übersicht müsste allerdings auch Ausnahmen und weiterführende Hinweise auffindbar machen. Ein nicht erwähnter Sicherheitsnachtrag könnte sonst trotz vorhandener Datei übersehen werden.

## Orientierung kann auch fehlleiten

Welche Informationen abgerufen werden, hängt damit an der Qualität dieser Hinweise. [Anthropic: Context Engineering](https://www.anthropic.com/engineering/effective-context-engineering-for-ai-agents) Für einen eigenen Aufbau würde ich deshalb prüfen, ob Bezeichnungen und Übersichten tatsächlich zur richtigen Auswahl führen.

Just-in-Time Context betont das Laden zum passenden Zeitpunkt; Progressive Disclosure betont die gestufte Tiefe der Offenlegung. [Anthropic: Context Engineering](https://www.anthropic.com/engineering/effective-context-engineering-for-ai-agents) Eine Kombination ist sinnvoll vorstellbar, aber weder die bloße Existenz eines Inhaltsverzeichnisses noch ein später Abruf garantiert vollständige Informationsnutzung.

## Verwandte Begriffe

**Just-in-Time Context**, **Context Engineering**, **Context Curation**, **Tool Use**, **Semantic Noise**.
