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Betrieb, Observability und Produktbegriffe

Stall Detection

Erkennen eines festgefahrenen Agentenlaufs.

Stall Detection erkennt, dass ein Agent sich festgefahren hat: Er läuft weiter, kommt aber nicht voran. Typische Muster sind derselbe Werkzeugaufruf mit denselben Argumenten in Folge, abwechselnde Änderungen, die sich gegenseitig aufheben, oder Runden ohne jede Zustandsänderung. Yao et al.

Ohne Erkennung zahlt der Betreiber die Schleife

Der Schaden ist unmittelbar: Jede Runde kostet Tokens, und eine unbemerkte Schleife über Nacht erzeugt eine Rechnung ohne Gegenwert. Dazu kommt die Zeit, die ein Nutzer wartet, und bei Agenten mit Schreibrechten die Möglichkeit, dass wiederholte Aktionen Schaden anrichten.

Erkennbar ist der Zustand aus den aufgezeichneten Verläufen: gleiche Aufrufe in Folge, wachsende Rundenzahl ohne Fortschritt im Zielzustand, gleichbleibende Antworten. OpenTelemetry Die Gegenmaßnahme ist Abbruch mit Meldung, nicht ein weiterer Versuch.

So kannst du dir das vorstellen

Ein Auto mit durchdrehenden Rädern. Der Motor läuft, der Verbrauch steigt, die Position ändert sich nicht. Das Bild erklärt den Unterschied zwischen Aktivität und Fortschritt, es beschreibt keinen konkreten Aufbau.

Was es in der Praxis konkret bedeutet

Drei einfache Regeln fangen die meisten Fälle: Abbruch nach einer festen Höchstzahl an Runden, Abbruch bei mehrfach identischem Werkzeugaufruf, und eine Kostengrenze pro Vorgang. Dazu gehört, dass ein Abbruch als solcher gemeldet wird, statt eine halbfertige Antwort auszugeben. Prüfe abgebrochene Läufe regelmäßig, denn sie zeigen, an welchen Aufgabentypen dein Agent scheitert.

Wo es verwechselt wird

Ein festgefahrener Lauf ist kein Fehler im technischen Sinn: Alle Aufrufe gelingen, deshalb schlägt keine Fehlerüberwachung an. Und ein Abbruch nach Rundenzahl ist keine Erkennung, sondern eine Notbremse; beides ist nützlich, aber nicht dasselbe.

Verwandte Begriffe

Agent Loop, Persistent Agent Loop, Trace Analytics, Token Burn, Retry, Blast Radius.

Quellen